Filterfeinheit

Geometrische oder absolute Filterfeinheit

Die geometrische Filterfeinheit gibt den Durchmesser einer Kugel an, die gerade noch nicht die größte Öffnung des Filtermediums passieren kann. Diese Angabe berücksichtigt nur die Struktur und den Aufbau des Filtermediums. Die Partikelform und Strömungsbedingungen finden keine Berücksichtigung.

Nominelle Filterfeinheit

Im praktischen Betrieb hängt die tatsächliche Größe der zurückgehaltenen Partikel von vielen Faktoren ab. Feststoffkonzentration und die Breite der Partikelgrößenverteilung haben einen großen Einfluss, aber auch der Partikelform kommt eine entscheidende Rolle zu.

Beispiel:

Ein länglicher Zylinder kann eine kreisrunde Öffnung passieren, deren Durchmesser größer als der Außendurchmesser des Zylinders ist. Die Länge des Zylinders ist dabei weitgehend unerheblich. Ist die Öffnung im Filtermedium jedoch eine gekrümmte Röhre mit dem gleichen Durchmesser, so hat die Länge des Zylinders einen wesentlichen Einfluss.

Die nominelle Filterfeinheit beschreibt also immer das Zusammenspiel eines Filtermediums mit einem bestimmten Produkt. Sie kann in der Regel nur durch Versuche ermittelt werden.